M23 · Phase 7 · Woche 23 von 26 · 60 Min.
Was du weißt
Ziel Jede Person hat ihr halbes Jahr auf einer Seite und ihre Behandlungsgeschichte ehrlich aufgeschrieben.
Grundlage
6 geprüfte Aussagen
A 1 B 4 C 1
Aussagen und Quellen zeigen
| Blatt | Aussage und Quelle | Stufe |
|---|---|---|
| Übersicht, 23.1 | Gemeinsam entscheiden: höhere Zufriedenheit, besseres Dranbleiben (25 Studien). Die meisten wollen gemeinsam entscheiden, zu viel Verantwortung kann überfordern. | B |
| 23.1 | Aufklärung inkl. Alternativen (§ 630e BGB), Akteneinsicht (§ 630g BGB), erste Kopie kostenlos (EuGH C-307/22) (Gesetz) / B) | A |
| 23.1, 24.1 | Schweigepflicht gegenüber Eltern ab etwa 15 in der Regel, Einzelfall, Ausnahme bei Gefahr (Fachpresse) | B |
| 23.2 | Im Median 2 Anläufe (Kelly u. a. 2019) | B |
| 23.2 | Mehrere Therapien ähnlich wirksam | B |
| 23.2 | Liste der Hürden | C |
Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten
Passt dazu auf DrugOff
Mitreden und weitergehen
Nach fast einem halben Jahr weißt du über deinen eigenen Konsum mehr als die meisten, die darüber reden. Diese Phase hilft dir, das in Beratung, Klinik und Nachsorge zu nutzen: nicht nur Fragen zu beantworten, sondern mitzuentscheiden. Zum Schluss machst du deinen Plan für danach.
Gemeinsam entscheiden, nicht allein
In einer Auswertung von 25 Studien hing gemeinsames Entscheiden mit höherer Zufriedenheit und besserem Dranbleiben zusammen. Die meisten Menschen wollen gemeinsam entscheiden, nicht allein. Wer mehr Verantwortung bekam, als er wollte, fühlte sich womöglich überfordert. Mitreden heißt also: deine Sicht einbringen und zusammen den Weg wählen.
Was du weißt
Ablauf
Das erklärst du in der Einführung
- Gemeinsam entscheiden ging mit höherer Zufriedenheit und besserem Dranbleiben einher.
- Mehrere Therapien wirken ähnlich gut. Es gibt keinen fachlichen Grund, eine bestimmte aufzuzwingen.
- Im Median brauchte es zwei ernsthafte Anläufe.
„Was hält dich heute davon ab, noch einmal Hilfe anzunehmen?“
Bleistift, Ordner, Wochen-Check, Alle Blätter aus dem Ordner
Was du weißt
Hol dir deine Blätter aus dem Ordner und übertrag das Wichtigste. Diese Seite kannst du in ein Gespräch mitnehmen. Dann redet ihr über dich und nicht über einen Durchschnitt.
Was dir zusteht
- Aufklärung vor jeder Behandlung, verständlich und rechtzeitig, auch über andere Möglichkeiten (§ 630e BGB).
- Einsicht in deine Akte auf Verlangen. Die erste Kopie ist kostenlos (§ 630g BGB und Datenschutz-Grundverordnung).
- Schweigepflicht auch gegenüber deinen Eltern: ab etwa 15 wird sie in der Regel gewahrt. Das ist immer ein Einzelfall, und bei ernster Gefahr gibt es Ausnahmen.
Die Rechte stehen im Gesetz (Patientenrechtegesetz, BGB). Die Schweigepflicht gegenüber Eltern beruht auf Fachpresse zur Rechtsprechung. Gemeinsames Entscheiden hängt mit besserem Dranbleiben zusammen (25 Studien).
Dass eine solche Zusammenfassung das Gespräch verbessert, ist nicht eigens untersucht. Das hier ist keine Rechtsberatung. Bei Minderjährigen können zusätzliche Regeln gelten.
Was bisher geholfen hat
Wer schon Hilfe hatte, weiß etwas, das keine Fachkraft weiß: was bei dir funktioniert hat und was nicht. Das ist die beste Information für den nächsten Versuch.
A · Was du schon hattest
Beratung, Entzug, Klinik, Therapie, Wohngruppe, Gruppe, App …| WAS? | WANN, WIE LANGE? | WAS HAT GEHOLFEN? | WAS NICHT, UND WARUM? |
|---|---|---|---|
B · Was dich zurückhält
Kreuz an, was stimmt. Mehrere sind normal.C · Beim nächsten Mal
Für das Gespräch in Modul 25Anläufe: US-Befragung von Kelly u. a. 2019 (2.002 Menschen mit überwundenem Problem). Mehrere Therapien wirkten in großen Vergleichsstudien ähnlich gut, es gibt also keinen fachlichen Grund, eine aufzuzwingen.
Die Liste der Hürden ist aus Erfahrungen zusammengestellt und kein Test.
Wenn es gerade ernst ist
Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.