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DrugOff

M24 · Phase 7 · Woche 24 von 26 · 60 Min.

Fragen, die du stellen kannst

Ziel Jede Person hat ihre Fragen für ein Behandlungsgespräch und kennt ihre Rechte.

Grundlage

12 geprüfte Aussagen

A 2 B 9 C 1

Aussagen und Quellen zeigen
BlattAussage und QuelleStufe
23.1, 24.1Schweigepflicht gegenüber Eltern ab etwa 15 in der Regel, Einzelfall, Ausnahme bei Gefahr (Fachpresse)B
24.1Nachsorge über 12 Monate mit durchgehend positiven ErgebnissenB
24.1Überdosis-Tote nach Behandlungsende in den ersten 14 Tagen fast dreimal so hoch (New York)B
24.1KVT-I hilft gegen Schlaflosigkeit ohne SuchtrisikoB
24.1Traumabehandlung parallel hilft bei TraumafolgenB
24.1Familientherapie bei Jugendlichen am wirksamstenB
24.1Peer-Begleitung hält länger in BehandlungB
24.1Die Wochen direkt nach Entlassung sind die riskanteste ZeitB
24.2§§ 630e, 630g BGB; erste Kopie kostenlos (EuGH C-307/22)A
24.2Schweigepflicht gegenüber Eltern, Faustregel etwa 15B
24.2§ 4 KKG: darf, muss nichtA
24.2Wechsel als legitime FrageC

Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten

Passt dazu auf DrugOff

Für die Leitung · Modul 24
DrugOff · Für die Leitung Phase 7 · Modul 24 · Woche 24
24
Modul 24 · Woche 24 · 60 Minuten

Fragen, die du stellen kannst

Ziel der Stunde Jede Person hat ihre Fragen für ein Behandlungsgespräch und kennt ihre Rechte.

Ablauf

5 MIN Ankommen Wochen-Check ausfüllen, Wert ins Verlaufsblatt. Wer mag, sagt eine Zahl.
10 MIN Einführung Du erklärst das Thema, siehe unten. Fragen zulassen, nicht diskutieren.
20 MIN Blatt 24.1 · Fragen, die du stellen kannst Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
20 MIN Blatt 24.2 · Was darfst du? Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
5 MIN Abschluss Vorhaben für die Woche. Wer braucht Unterstützung?
Arbeit an den Blättern etwa 45 Minuten, Erklären und Abschluss etwa 15 Minuten.

Das erklärst du in der Einführung

  • Aufklärung über andere Möglichkeiten und Akteneinsicht stehen im Gesetz (§§ 630e, 630g BGB).
  • Die Schweigepflicht gegenüber Eltern ist eine Faustregel ab etwa 15, kein festes Alter.
  • Die Wochen nach einer Entlassung sind die riskanteste Zeit. Nachsorge über zwölf Monate wirkte durchgehend.
Keine Rechtsberatung Bei konkreten Rechtsfragen an Beratungsstellen verweisen. Bei Minderjährigen können zusätzliche Regeln gelten.
Frage für den Abschluss
„Welche Frage stellst du als Erstes?“
Material
Bleistift, Ordner, Wochen-Check
Belege zu jeder Aussage: README der Phase 7 im Ordner arbeitsblaetter/phase-7-mitreden. Haltung, Gruppenregeln, Rückfall und Krise: Leitfaden 2 und 3.
Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Blatt 24.1 · Fragen, die du stellen kannst
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 7 · Modul 24 · Blatt 1 von 2
24.1

Fragen, die du stellen kannst

Hinter jeder Frage steht ein Grund

Kreuz an, was du fragen willst. Wenn du eine Antwort bekommst, schreib sie rechts dazu. Im Gespräch darfst du das Blatt einfach vorlesen.

Wie sieht die Nachsorge aus, und wie lange dauert sie? Nachsorge über 12 Monate zeigte durchgehend bessere Ergebnisse, kürzere nur teilweise.
Antwort:
Was passiert, wenn ich einen Rückfall habe? Werde ich entlassen? In den ersten zwei Wochen nach einem Behandlungsende ist das Überdosis-Risiko fast dreimal so hoch. Wer entlässt, sollte den Anschluss planen.
Antwort:
Wird mein Schlaf behandelt, und womit? Verhaltenstherapie gegen Schlaflosigkeit hilft deutlich und macht nicht abhängig.
Antwort:
Werden Angst, Depression oder Trauma mitbehandelt? Traumabehandlung parallel zur Suchtbehandlung ist untersucht und hilft bei den Traumafolgen.
Antwort:
Wird meine Familie einbezogen? Bei Jugendlichen war Familientherapie wirksamer als die meisten anderen Ansätze.
Antwort:
Gibt es hier jemanden mit eigener Erfahrung? Begleitung durch Menschen mit eigener Suchterfahrung hält Menschen länger in Behandlung.
Antwort:
Wer erfährt, was ich hier erzähle? Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber Eltern, ab etwa 15 in der Regel. Es bleibt ein Einzelfall.
Antwort:
Wer meldet sich in der ersten Woche nach der Entlassung bei mir? Die Wochen direkt nach einer Entlassung sind die riskanteste Zeit.
Antwort:
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Jeder Grund steht mit Quelle im DrugOff-Wissen: Nachsorge, Entlassung nach Rückfall, Schlaf, Begleiterkrankungen, Familie, Genesungsbegleiter, Schweigepflicht, die ersten Tage nach einer Entlassung.

NICHT BELEGT

Die Auswahl der Fragen stammt von DrugOff. Es sind Fragen und keine Forderungen oder Behandlungsempfehlungen.

Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Blatt 24.2 · Was darfst du?
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 7 · Modul 24 · Blatt 2 von 2
24.2

Was darfst du?

Sechs Situationen zu deinen Rechten
Datum

Rechte nützen nur, wenn man sie im richtigen Moment kennt. Lies jede Situation und kreuz an, was du denkst. Die Auflösung steht darunter.

AussageSTIMMTSTIMMT NICHTWEISS NICHT
1 · Du bist 16. Deine Ärztin ruft ohne dein Einverständnis deine Eltern an und erzählt von deinem Konsum. Das darf sie in der Regel.
2 · Du willst deine Akte sehen. Die Klinik muss dir Einsicht geben.
3 · Die erste Kopie deiner Akte kostet Geld.
4 · Vor einer Behandlung muss man dir auch andere Möglichkeiten erklären, wenn es mehrere übliche Wege gibt.
5 · Bei ernster Gefahr für dich darf eine Ärztin das Jugendamt informieren.
6 · Du darfst fragen, ob eine andere Methode oder eine andere Bezugsperson möglich ist.

Auflösung

1 stimmt nicht. Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber Eltern. Ab etwa 15 wird sie in der Regel gewahrt, wenn du verstehst, worum es geht. Das ist immer ein Einzelfall, und bei ernster Gefahr gibt es Ausnahmen.
2 stimmt. Einsicht gibt es auf Verlangen und unverzüglich. Ablehnen darf die Klinik nur aus erheblichen therapeutischen Gründen oder wegen der Rechte anderer, und sie muss das begründen (§ 630g BGB).
3 stimmt nicht. Die erste Kopie ist kostenlos (Europäischer Gerichtshof 2023, Datenschutz-Grundverordnung).
4 stimmt, wenn mehrere gleich übliche Wege mit unterschiedlichen Chancen oder Risiken bestehen (§ 630e BGB).
5 stimmt. Bei gewichtigen Anhaltspunkten darf sie das, sie muss es aber nicht (§ 4 KKG).
6 stimmt. Mehrere Therapien wirken ähnlich gut. Die Frage nach einem Wechsel ist legitim und kein Scheitern.
Was will ich zu meinen Rechten noch genau wissen?
Wen frage ich das? Betreuung, Beratung, Ärztin oder Arzt
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Gesetzestexte: §§ 630e und 630g BGB, § 4 KKG. Urteil des Europäischen Gerichtshofs C-307/22 vom 26.10.2023. Schweigepflicht gegenüber Eltern: Fachpresse zur Rechtsprechung.

NICHT BELEGT

Das hier ist keine Rechtsberatung. „Etwa 15“ ist eine Faustregel und kein Gesetz. Es kommt darauf an, ob du verstehst, worum es geht. Bei Minderjährigen können zusätzliche Regeln gelten.

Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Wenn es gerade ernst ist

Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.