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Akut? 112 Notruf 01806 313031 Sucht- & Drogen-Hotline Hotline 116 111 Nummer gegen Kummer Soforthilfe →
DrugOff

FAQ zu Sucht für Jugendliche und Eltern

Wenn es gerade akut ist, lies hier nicht weiter — ruf an:

Bei Beratungsstellen und Hotlines ist die Beratung meist anonym möglich — auch ohne Einwilligung deiner Eltern. Du verpflichtest dich zu nichts, nur weil du anrufst.

Fragen & Antworten

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist diese Website eine offizielle Beratungsstelle?
Nein. Diese Seite ist eine private Initiative von Simon Hehenkamp, die recherchierte Informationen zu Kliniken und Anlaufstellen bündelt. Sie ersetzt keine professionelle Beratung.
Hinweis: Wer hinter DrugOff steht, steht unter Über DrugOff und im Impressum.
Ist die Klinik‑Liste vollständig und immer aktuell?
Nein, es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und Angaben können sich ändern. Bitte vor der Kontaktaufnahme direkt bei der Klinik nachfragen, ob alles noch aktuell ist.
Was tue ich, wenn ich einen Fehler oder eine veraltete Angabe finde?
Bitte melden an drugoff.info@gmail.com – die Seite wird laufend aktualisiert.
Muss ich meinen Eltern sagen, dass ich Hilfe suche?
Bei Beratungsstellen und Hotlines: meist anonym möglich, auch ohne Einwilligung der Eltern – gerade wenn die Eltern Teil des Problems sind. Für eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ist grundsätzlich die Zustimmung der Eltern nötig – es sei denn, der behandelnde Arzt schätzt dich als „einwilligungsfähig" ein (abhängig von Alter und Reife, keine feste Altersgrenze).
Hinweis: Einzelfallentscheidung der Klinik – direkt dort nachfragen
Ab welchem Alter darf ich selbst über eine Behandlung entscheiden?
Es gibt kein festes Gesetzes‑Alter. Ärzt:innen prüfen im Einzelfall die sogenannte „natürliche Einwilligungsfähigkeit" – also ob du Bedeutung und Tragweite der Behandlung verstehen kannst. Je älter du bist, desto mehr Gewicht hat deine eigene Entscheidung.
Hinweis: Rechtsgrundlage – keine feste Altersgrenze im Gesetz, ärztliche Einzelfallprüfung
Bekomme ich Ärger mit der Polizei, wenn ich wegen Drogenkonsum Hilfe suche?
Kliniken und Beratungsstellen unterliegen der Schweigepflicht und geben grundsätzlich keine Infos an Polizei/Justiz weiter. Der Gang in eine Behandlung ist selbst kein Straftatbestand.
Hinweis: Ausnahmen nur bei akuter Gefahr für dich oder andere
Erfährt das Jugendamt automatisch davon, wenn ich in Behandlung gehe?
Nein, nicht automatisch. Fachkräfte dürfen/müssen das Jugendamt nur einschalten, wenn „gewichtige Anhaltspunkte" für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen – das ist nicht bei jeder Suchtbehandlung der Fall.
Was ist der Unterschied zwischen Entzug und Entwöhnung?
Entzug (Entgiftung) ist die Akutphase (meist einige Wochen), in der der Körper das Suchtmittel loswird, mit medizinischer Begleitung. Entwöhnung (Reha) ist die anschließende, meist längere Therapie, um dauerhaft abstinent zu bleiben. Diese Website listet gezielt Kliniken mit Entzugsangebot.
Tut ein Entzug weh oder ist er gefährlich?
Beim Absetzen können Entzugssymptome auftreten (z. B. Unruhe, Schwitzen, Übelkeit). Deshalb findet der Entzug bei Jugendlichen stationär mit medizinischer und psychologischer Begleitung statt, damit diese Symptome sicher behandelt werden können.
Hinweis: Bei akuten körperlichen Symptomen sofort ärztliche Hilfe/Notruf 112
Wie läuft die Aufnahme in eine Klinik ab?
In der Regel gibt es zuerst ein Vorgespräch, meist über die Ambulanz der jeweiligen Klinik (telefonisch oder persönlich). Dort wird gemeinsam geklärt, ob die Klinik passt und wie die Aufnahme organisiert wird.
Hinweis: Der genaue Ablauf ist je nach Klinik verschieden — am einfachsten beim ersten Anruf fragen. Was du dabei sagen kannst, steht im Anruf-Assistenten.
Wie lange dauert ein stationärer Entzug für Jugendliche?
Sehr unterschiedlich – von etwa zwei Wochen bis zu mehreren Monaten, je nach Klinik, Substanz und ob auf der Station gleich Therapie dazugehört. Einen einheitlichen Standard gibt es nicht, deshalb vorher bei der Klinik fragen.
Hinweis: Die geplante Dauer kann dir die Klinik am Telefon sagen. Die Kliniken nach Bundesland stehen im Suchtkompass.
Wer bezahlt den stationären Entzug?
In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist.
Muss ich als unter 18‑Jährige:r selbst etwas dazuzahlen?
Für gesetzlich versicherte Patient:innen unter 18 fällt normalerweise keine Zuzahlung an – die sonst übliche Zuzahlung von 10 €/Tag bei Krankenhausaufenthalten gilt erst ab dem 18. Geburtstag.
Hinweis: Für die anschließende Entwöhnung (Reha) ist oft die Rentenversicherung zuständig – im Zweifel bei der Klinik/Beratungsstelle nachfragen
Ist die Beratung bei Hotlines/Chats wirklich anonym?
Ja. Bei Angeboten wie der Nummer gegen Kummer, krisenchat.de oder DigiSucht ist die Nutzung anonym – ein echter Name muss nicht genannt werden.
Was, wenn ich noch nicht sicher bin, ob ich Hilfe will?
Das ist völlig normal. Die Hotlines und Beratungsstellen sind genau für diese unsichere Phase da – du verpflichtest dich zu nichts, nur indem du redest.
Hinweis: Die bundesweiten Hotlines stehen oben auf jeder Seite von DrugOff.
Was, wenn eine gelistete Klinik absagt oder keinen Platz hat?
Am besten mehrere der gelisteten Kliniken parallel kontaktieren, oder zusätzlich im DHS‑Suchthilfeverzeichnis (www.suchthilfeverzeichnis.de) nach weiteren Einrichtungen in der Nähe suchen.
Ich hab gerade akut starken Suchtdruck – was tue ich?
Auf der Seite Suchtdruck findest du Übungen, die sofort helfen. Bei sehr starkem Druck oder einer Krisensituation: Sucht‑&‑Drogen‑Hotline (01806 313031) oder krisenchat.de kontaktieren.
Kann ich mich auch melden, wenn ich mir nur Sorgen um eine Freundin/einen Freund mache?
Ja. Die meisten Hotlines und Beratungsstellen (z. B. Nummer gegen Kummer, DigiSucht) beraten auch Angehörige und Freunde von Betroffenen.