M20 · Phase 6 · Woche 20 von 26 · 60 Min.
Deine Menschen
Ziel Jede Person hat ihre Kreiskarte und einen Schritt gegen Einsamkeit.
Grundlage
7 geprüfte Aussagen
B 6 C 1
Aussagen und Quellen zeigen
| Blatt | Aussage und Quelle | Stufe |
|---|---|---|
| Übersicht | Drei Gemeinsamkeiten (Menschen, Dauer, Plan), Alleinsein als roter Faden der Risiken (Zusammenfassung) | C |
| Übersicht | Im Median 2 ernsthafte Anläufe (Kelly u. a. 2019) | B |
| 20.1 | Network Support: nüchterne Menschen ins Umfeld holen, mehr abstinente Tage über 2 Jahre (210, randomisiert). Wirkweg: mehr abstinente Freunde. | B |
| 20.1 | Behandelte Jugendliche: unterstützende Freunde schützen, Konsum im Freundeskreis sagt schlechtere Verläufe vorher. Den Freundeskreis zu ändern ist eine der schwersten Aufgaben. | B |
| 20.2 | Sehr einsam, öfter riskantes Trinken binnen eines Jahres (Japan) | B |
| 20.2 | Emotionale Einsamkeit, mehr Trinken am selben Tag (60 Menschen) | B |
| 20.2 | Einsamkeit mit 21/23, mehr Kiffen mit 23/26 | B |
Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten
Passt dazu auf DrugOff
Was schützt
Nach so vielen Wochen über Risiken geht es jetzt um das Gegenteil: Was trägt dich? Statt zu zählen, was fehlt, schreibst du auf, was du hast, und stärkst gezielt, was noch schwach ist.
Was fast allem Schützenden gemeinsam ist
Deine Menschen
Ablauf
Das erklärst du in der Einführung
- Mehr nüchterne Menschen im Umfeld brachten über zwei Jahre mehr abstinente Tage.
- Den Freundeskreis zu ändern ist für Jugendliche besonders schwer. Das ist normal und kein Versagen.
- Emotionale Einsamkeit („niemand steht mir nah“) sagte mehr Trinken am selben Tag vorher.
„Wen holst du ein Stück näher?“
Bleistift, Ordner, Wochen-Check
Deine Menschen
Schreib die Menschen in deinem Leben in die Kreise: je näher, desto weiter innen. Setz dann neben jeden Namen ein Zeichen. Vornamen oder Anfangsbuchstaben reichen.
Eine Behandlung, die gezielt nüchterne Menschen ins Umfeld holte, brachte über zwei Jahre mehr abstinente Tage (210 Menschen, Zufallszuteilung). Wirksam war vor allem, dass es mehr abstinente Freunde gab. Bei behandelten Jugendlichen schützen Freunde, die die Abstinenz unterstützen. Konsum im Freundeskreis sagt schlechtere Verläufe vorher.
Die Kreise sind ein Arbeitswerkzeug und kein geprüfter Test. Den Freundeskreis zu ändern finden Jugendliche besonders schwer. Das ist kein Versagen, sondern normal.
Niemand, der mich versteht
Einsam kann man auch mitten unter Leuten sein. Bei Menschen mit Alkoholproblemen sagte vor allem das Gefühl „niemand steht mir nah“ mehr Trinken am selben Tag vorher. Das Gefühl, zu wenig Leute um sich zu haben, eher nicht.
A · Zwei Arten von einsam
| Aussage | NIE | SELTEN | OFT | FAST IMMER |
|---|---|---|---|---|
| „Niemand steht mir wirklich nah.“ | ||||
| „Ich habe zu wenig Leute um mich.“ | ||||
| „Keiner versteht, wie es mir geht.“ |
B · Mit wem kannst du über was reden?
Namen aus deiner Kreiskarte (Blatt 20.1)| THEMA | MIT WEM? | SCHON GEMACHT? |
|---|---|---|
| Wie es mir wirklich geht | ja nein | |
| Druck und Konsum | ja nein | |
| Etwas, das mir peinlich ist | ja nein | |
| Was mich freut | ja nein | |
| Meine Pläne | ja nein |
Japan, 15.854 Erwachsene: Wer sehr einsam war, rutschte binnen eines Jahres öfter in riskantes Trinken, egal wie viele Kontakte er hatte. Junge Erwachsene, die mit 21 oder 23 einsam waren, kifften zwei, drei Jahre später häufiger. Tagesstudie mit 60 Menschen: Emotionale Einsamkeit sagte mehr Trinken am selben Tag vorher.
Die Studien sind mit jungen Erwachsenen und Erwachsenen, nicht mit unter 18-Jährigen. Die Richtung läuft in beide Wege: Konsum macht auch einsam.
Wenn es gerade ernst ist
Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.