M19 · Phase 5 · Woche 19 von 26 · 60 Min.
Die gute Party
Ziel Jede Person hat ihre gute Party durchgespielt und das Nein-Sagen geübt.
Grundlage
6 geprüfte Aussagen
B 4 C 2
Aussagen und Quellen zeigen
| Blatt | Aussage und Quelle | Stufe |
|---|---|---|
| 19.1 | Erste Rückfälle Jugendlicher: 59 % positiv-sozial. Spätere: 57 % belastend-sozial. | B |
| 19.1 | Fading Affect Bias, am stärksten bei Alkohol-Erlebnissen viel Trinkender (Gibbons u. a., 2013). | B |
| 19.1 | Aufschreiben, solange es frisch ist. Einen Satz für die Party zurechtlegen. | C |
| 19.2 | Ablehnen üben im Schulprogramm, später weniger illegale Drogen | B |
| 19.2 | Erste Rückfälle Jugendlicher oft positiv-sozial | B |
| 19.2 | Beispielsätze | C |
Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten
Passt dazu auf DrugOff
Die gute Party
Ablauf
Das erklärst du in der Einführung
- Bei Jugendlichen gehörten 59 % der ersten Rückfälle zu guten Situationen mit anderen.
- Das Gedächtnis färbt schön: Unangenehmes verblasst schneller. Darum den Rest jetzt aufschreiben.
- Ablehnen ist übbar. Im Schulprogramm half Üben noch Jahre später.
„Welchen Satz sagst du beim nächsten Angebot?“
Bleistift, Ordner, Wochen-Check
Die gute Party
Bei Jugendlichen passiert der erste Rückfall oft nicht an einem schlechten Tag, sondern wenn es gerade schön ist: gute Laune, Leute von früher, jemand bietet was an. Später spielen eher Streit und schlechte Gefühle die größere Rolle. Dein Plan muss beides kennen.
A · Deine gute Party, vorher durchgespielt
B · Wie es wirklich war
Nach ein paar Wochen erinnert man vor allem den guten Teil. Der Kater, die Scham, der Streit verblassen schneller. Schreib den Rest jetzt auf, solange er frisch ist. Lies ihn, wenn du dir sagst: „So schlimm war es doch nicht.“
In einer Langzeitstudie mit Jugendlichen gehörten 59 % der ersten Rückfälle zu guten Situationen mit anderen. Bei späteren Rückfällen waren 57 % belastende Situationen wie Streit oder schlechte Gefühle. Unangenehme Gefühle verblassen in der Erinnerung schneller als angenehme, bei viel Trinkenden besonders bei Erlebnissen mit Alkohol (Gibbons u. a., 2013).
Dass Aufschreiben gegen das Schönfärben hilft und ein vorher zurechtgelegter Satz auf der Party trägt, folgt aus diesen Befunden. Eigens untersucht wurde beides nicht.
Nein sagen, geübt
Nein sagen, ohne komisch zu wirken, ist schwer. Das geht den meisten so und ist keine Schwäche. Man kann es üben. Bei Jugendlichen kommt der erste Rückfall oft über die Gruppe und in guter Stimmung (Blatt 19.1).
A · Deine Sätze
Zum Beispiel: „Ich fahr noch.“ · „Ich bin raus, hab morgen was.“ · „Nee, lass mal.“| WENN … | SAGE ICH … | UND MACHE … |
|---|---|---|
| jemand dir direkt etwas anbietet | ||
| jemand sagt: „Stell dich nicht so an.“ | ||
| alle mitmachen und dich anschauen | ||
| jemand, den du magst, zum dritten Mal fragt | ||
| eigene Situation: |
B · Zu dritt üben
A bietet an, B sagt Nein, C beobachtet. Dann tauscht ihr.| Aussage | JA | TEILS | NEIN |
|---|---|---|---|
| Kurz und klar gesagt? | |||
| Blick gehalten? | |||
| Nicht lange gerechtfertigt? | |||
| Thema gewechselt oder gegangen? |
Jugendliche, die in einem Schulprogramm Lebenskompetenzen und Ablehnen geübt hatten, nahmen als junge Erwachsene seltener illegale Drogen (Botvin, LifeSkills Training). Wer sozial unsicherer war, traute sich Ablehnen weniger zu und trank mehr.
Das Schulprogramm hat mehr geübt als nur Nein sagen. Die Beispielsätze und Beobachtungspunkte sind Vorschläge von DrugOff.
Wenn es gerade ernst ist
Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.