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DrugOff

M08 · Phase 2 · Woche 8 von 26 · 60 Min.

Andere Wege

Ziel Jede Person plant für jede Funktion einen anderen Weg und startet einen konkreten Versuch.

Grundlage

3 geprüfte Aussagen

B/C 2 C 1

Aussagen und Quellen zeigen
BlattAussage und QuelleStufe
8.1In den ersten Wochen ohne Cannabis tranken junge Menschen oft mehr Alkohol. Als Dauerregel nicht belegt.B/C
8.1Dass die Behandlung von Angst, Schlaf oder Schmerz das Suchtrisiko senkt: naheliegend, aber nicht eigens belegtC
8.266 Tage im Median (18–254), Auslassen schadet kaum; keine SuchtstudieB/C

Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten

Passt dazu auf DrugOff

Für die Leitung · Modul 8
DrugOff · Für die Leitung Phase 2 · Modul 8 · Woche 8
8
Modul 8 · Woche 8 · 60 Minuten

Andere Wege

Ziel der Stunde Jede Person plant für jede Funktion einen anderen Weg und startet einen konkreten Versuch.

Ablauf

5 MIN Ankommen Wochen-Check ausfüllen, Wert ins Verlaufsblatt. Wer mag, sagt eine Zahl.
10 MIN Einführung Du erklärst das Thema, siehe unten. Fragen zulassen, nicht diskutieren.
20 MIN Blatt 8.1 · Andere Wege, selbes Ziel Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
20 MIN Blatt 8.2 · Ein Versuch für diese Woche Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
5 MIN Abschluss Vorhaben für die Woche. Wer braucht Unterstützung?
Arbeit an den Blättern etwa 45 Minuten, Erklären und Abschluss etwa 15 Minuten.

Das erklärst du in der Einführung

  • Wenn der Konsum etwas erledigt, reicht Wegnehmen nicht. Angst, Schlaf und Schmerz sind eigene, behandelbare Probleme.
  • Ersatz beachten: Nach einem Cannabis-Stopp wurde oft mehr getrunken.
  • Neues fühlt sich wochenlang anstrengend an. Einmal auslassen schadet kaum.
Satz für die Klinik Den Satz unten auf Blatt 8.1 können alle in Beratung oder Klinik mitnehmen. Fragt, wer dabei Hilfe braucht.
Frage für den Abschluss
„Was probierst du diese Woche, und wann genau?“
Material
Bleistift, Ordner, Wochen-Check
Belege zu jeder Aussage: README der Phase 2 im Ordner arbeitsblaetter/phase-2-wofuer. Haltung, Gruppenregeln, Rückfall und Krise: Leitfaden 2 und 3.
Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Blatt 8.1 · Andere Wege, selbes Ziel
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 2 · Modul 8 · Blatt 1 von 2
8.1

Andere Wege, selbes Ziel

Und ein Satz, mit dem du mitredest

Wenn der Konsum etwas für dich erledigt, reicht es nicht, ihn wegzunehmen. Dann bleibt das Problem dahinter, nur ohne Lösung. Angst, Schlafprobleme und Schmerzen sind eigene Probleme, und man kann sie behandeln.

WOFÜR (VON 5.1) WAS ICH STATTDESSEN AUSPROBIERE WER MIR DABEI HILFT
Achtung, Ersatz In den ersten Wochen ohne Cannabis tranken junge Menschen oft mehr Alkohol als vorher. Wenn dein neuer Weg wieder ein Stoff ist, bist du im selben Kreis wie auf Blatt 6.1.

Für Beratung oder Klinik

Ausschneiden, mitnehmen, vorlesen
Ich konsumiere vor allem, um .
Das ist für mich das eigentliche Problem. Ich möchte, dass wir daran auch arbeiten, nicht nur am Konsum.
Was mir bisher geholfen hat:
Was bei mir nicht funktioniert:
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Dass in den ersten Wochen nach einem Cannabis-Stopp oft mehr getrunken wird, wurde bei jungen Menschen gemessen. Als Dauerregel („wer aufhört, wird nach etwas anderem süchtig“) ist es nicht belegt.

NICHT BELEGT

Dass es das Suchtrisiko senkt, wenn man Angst, Schlaf oder Schmerz behandelt, liegt nahe. Hier ist es aber nicht eigens belegt. Der Satz für Beratung oder Klinik ist eine Vorlage von DrugOff.

Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Blatt 8.2 · Ein Versuch für diese Woche
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 2 · Modul 8 · Blatt 2 von 2
8.2

Ein Versuch für diese Woche

Ausprobieren statt vornehmen
Datum

Auf Blatt 8.1 hast du andere Wege gesammelt. Ob einer passt, weißt du erst, wenn du ihn ausprobiert hast. Mach daraus einen kleinen Versuch: eine Sache, ein fester Zeitpunkt, eine Woche.

A · Der Versuch

Was ich ausprobiere Klein und konkret: „abends 20 Minuten laufen“ statt „mehr Sport“
Wann genau? Tag und Uhrzeit, am besten zu einer Zeit, in der du sonst konsumierst
Wo und mit wem?
Was mich davon abhalten könnte, und was ich dann mache

B · Vorher und nachher

Vorher jetzt ausfüllen, nachher in der nächsten Sitzung.
AussageVORHER: WAS ICH ERWARTENACHHER: WAS PASSIERT IST
Wie sehr hilft es? (0–10)
Wie fühlt es sich an?
Wie oft schaffe ich es?
Wenn es sich erst leer anfühlt Neues fühlt sich am Anfang anstrengend an. In einer Studie dauerte es im Mittel 66 Tage, bis etwas Einfaches von selbst lief, mit großer Spanne von 18 bis 254 Tagen. Einmal auslassen schadete dabei kaum. Ein Versuch, der sich leer anfühlt, ist also noch kein Beweis, dass er nicht passt.
Die eigentliche Frage
Was ist der eigentliche Grund, warum du es bisher nicht ausprobiert hast?
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Lally u. a. 2010: 96 Freiwillige, zwölf Wochen, einfache tägliche Handlungen wie ein Glas Wasser nach dem Frühstück.

NICHT BELEGT

Das ist keine Suchtstudie. Die 66 Tage gelten für einfache Alltagshandlungen und für die, die es geschafft haben. Das Versuchsblatt ist eine Vorlage von DrugOff.

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Wenn es gerade ernst ist

Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.