M04 · Phase 1 · Woche 4 von 26 · 60 Min.
Was hält dich zurück?
Ziel Die Gruppe spricht offen über das, was vom Hilfeholen abhält, und jede Person kennt ihre größte Befürchtung.
Grundlage
6 geprüfte Aussagen
B 5 B/C 1
Aussagen und Quellen zeigen
| Blatt | Aussage und Quelle | Stufe |
|---|---|---|
| 4.1 | US-Befragung 2022/2023: 14,4 % in Behandlung, 19 von 20 Unbehandelten sehen keinen Bedarf. Häufigste Gründe sind „allein schaffen“, „nicht bereit“, Scham und Kosten. Wer das eigene Problem sieht, ist doppelt so oft in Behandlung. | B |
| 4.1 | Schweigepflicht auch gegenüber Eltern, ab etwa 15 in der Regel gewahrt, immer Einzelfall, Ausnahme bei ernster Gefahr (Fachpresse, keine Rechtsberatung) | B |
| 4.1, Übersicht | DigiSucht: online, anonym, kostenlos, per Nachricht, Video oder Chat | B |
| 4.1 | Eine andere Behandlung (z. B. wegen Angst) als Tür. Bei laufender psychischer Behandlung OR 6,07 für Suchtbehandlung, Weg dorthin als Folgerung. | B/C |
| 4.2 | 34 % der Eltern wussten vom Alkohol, 11 % von illegalen Drogen; 79 % unterschätzten | B |
| 4.2 | Verschweigen aus Angst vor Strafe; unterstützende Eltern, mehr Erzählen (332 Jugendliche) | B |
Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten
Passt dazu auf DrugOff
Was hält dich zurück?
Ablauf
Das erklärst du in der Einführung
- 19 von 20 Menschen mit Suchterkrankung ohne Behandlung sehen keinen Bedarf. „Ich schaff das allein“ ist die Regel, kein Einzelfall.
- Die Schweigepflicht gilt auch gegenüber Eltern. Ab etwa 15 wird sie in der Regel gewahrt, immer Einzelfall, Ausnahme bei Gefahr.
- Verschweigen ist das häufigste Muster, gerade wenn es ernst wird. Es ist kein Charakterfehler.
„Was müsste passieren, damit du mit jemandem redest?“
Bleistift, Ordner, Wochen-Check
Was hält dich zurück?
„Ich brauch keine Hilfe“ ist der häufigste Satz überhaupt. In einer großen Befragung in den USA sahen 19 von 20 Erwachsenen mit einer Suchterkrankung, die keine Behandlung hatten, auch keinen Bedarf dafür. Wenn du so denkst, bist du also nicht allein. Schau trotzdem genauer hin.
A · Was davon kennst du?
B · Was an zwei Sorgen dran ist
US-Befragung 2022/2023: Nur 14,4 % bekamen eine Behandlung. Wer einen Bedarf sah und trotzdem nicht hinging, nannte am häufigsten „Ich schaffe das allein“, „noch nicht bereit“, Scham und Kosten. Wer seinen Konsum selbst als Problem sah, war doppelt so oft in Behandlung. Zur Schweigepflicht: Fachpresse zur Rechtsprechung, keine Rechtsberatung.
Die Zahlen stammen von Erwachsenen in den USA. Für Jugendliche in Deutschland fehlt eine vergleichbare Zahl. Dass der Weg über eine andere Behandlung leichter ist, ist eine Folgerung.
Wer es weiß, wer nicht
Konsum wird versteckt, gerade wenn es ernst wird. Das ist kein Charakterfehler, sondern das häufigste Muster. Hier geht es nicht darum, wem du was erzählen musst, sondern was du befürchtest.
A · Deine Menschen und was sie wissen
Vornamen oder Anfangsbuchstaben reichen.| WER? | WEISS … | WAS ICH VERSCHWEIGE | WAS ICH BEFÜRCHTE, WENN ER/SIE ES WÜSSTE |
|---|---|---|---|
| nichts etwas viel | |||
| nichts etwas viel | |||
| nichts etwas viel | |||
| nichts etwas viel | |||
| nichts etwas viel |
B · Die Befürchtung prüfen
Nimm die Zeile mit der größten Befürchtung.US-Schulstudie zur Wahrnehmung der Eltern. In Europa unterschätzten 79 % der Eltern den Alkoholkonsum ihrer Kinder. Schweizer Studie mit 332 Jugendlichen: Häufiges Verschweigen hing mit problematischerem Trinken zusammen.
Ob Erzählen den Konsum senkt, ist nicht untersucht. Wem du was erzählst, entscheidest du. Schreib nur auf, was andere lesen dürfen.
Wenn es gerade ernst ist
Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.