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DrugOff

M01 · Phase 1 · Woche 1 von 26 · 60 Min.

Dein Startpunkt

Ziel Alle kennen den Weg und die Gruppenregeln und wissen, was mit ehrlichen Angaben passiert. Jede Person hat ihr eigenes Ziel und eine Starthilfe für die ersten Wochen.

Grundlage

16 geprüfte Aussagen

B 11 B/C 2 C 3

Aussagen und Quellen zeigen
BlattAussage und QuelleStufe
1.1Zwei Drittel der Jugendlichen nach einer Behandlung in sechs Monaten rückfällig, im Mittel nach 54 Tagen (Cornelius u. a. 2003). Deshalb die Starthilfe ab Woche 1.B
1.1Zutrauen und eigenes Behandlungsziel unter den beständigsten Vorhersagern bei Alkohol (Übersicht, 51 Studien)B
1.1Mitentscheiden: höhere Zufriedenheit, besseres Dranbleiben (25 Studien)B
1.1Fragen und Starthilfe; ob ein selbst gewähltes Ziel in Wohngruppen mehr bringt, ist nicht eigens untersuchtC
1.2Konsum, um Gefühle loszuwerden, sagt spätere Probleme vorher, unabhängig von der Menge (Bresin und Mekawi 2021, 254 Studien).B
1.2Allein trinken als junger Mensch sagt Alkoholprobleme mit 35 vorher, auch bei herausgerechneter Menge und Häufigkeit (Creswell u. a. 2022).B
1.2Die fünf Stationen (Zusammenfassung)C
1.2Freundeskreis: Auswahl und Ansteckung, Effekt kleinB
1.2Frühe Pubertät, ältere Freunde, mehr TrinkenB
1.2Ältere Geschwister prägen ErwartungenB
1.2Schlechter Schlaf in der Jugend, später mehr Rausch und DrogenB
1.2Sorge, nicht zu genügen, und Alkoholprobleme (Studierende) (Übertragung)B/C
1.2Umzug und Beginn des Kiffens bei 14- bis 15-JährigenB
1.2Trinken schon in den Jahren vor einer Trennung; die meisten entwickeln keine SuchtB/C
1.2Cybermobbing, ein Jahr später häufiger AusprobierenB
1.2Die Auswahl der acht PunkteC

Quelle und Prüfdatum stehen in der Wissensbasis von DrugOff. Was die Stufen bedeuten

Passt dazu auf DrugOff

Phase 1 · Übersicht
DrugOff · Arbeitsblätter Phase 1 · Übersicht · Woche 1–4
Phase 1 · Verstehen · Woche 1–4

Wie bin ich da reingekommen?

Bevor es ums Aufhören geht, schauen wir zurück. Niemand wird über Nacht abhängig. Meistens werden die Abstände kürzer, der Grund ändert sich, und irgendwann ist es Alltag. Diese Phase zeigt dir deinen eigenen Weg dahin, ohne Urteil.

1
Woche 1 · Ankommen
Dein Startpunkt
Warum du hier bist, was du willst, und eine Starthilfe ab Tag eins.
+ Blatt 1.2 · Deine Geschichte mit dem Stoff
2
Woche 2 · Einordnen
Wie oft, und warum?
Die zwei Dinge, die mehr verraten als die Menge.
+ Blatt 2.2 · „Ich vertrage viel“
3
Woche 3 · Prüfen
Frühwarnzeichen
Acht Fragen an dich, ohne Punkte und ohne Diagnose.
+ Blatt 3.2 · Deine eigenen Regeln
4
Woche 4 · Ehrlich sein
Was hält dich zurück?
Die Gründe, warum fast niemand Hilfe holt.
+ Blatt 4.2 · Wer es weiß, wer nicht

Kein Test, ob du süchtig bist

Hier gibt es keine Punkte, die am Ende „abhängig“ oder „nicht abhängig“ sagen. Das kann nur eine Fachperson im Gespräch. Diese Blätter helfen dir, das Gespräch vorzubereiten, falls du es willst.

Wenn du lieber erst schreiben willst

Bei DigiSucht kannst du dich online beraten lassen, anonym und kostenlos, per Nachricht, Chat oder Video: suchtberatung.digital

Und danach? Phase 2 fragt, was der Stoff für dich erledigt. Erst wenn du das weißt, lohnt sich die Frage, wie es ohne ihn gehen kann.
Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
drugoff.de
Für die Leitung · Modul 1
DrugOff · Für die Leitung Phase 1 · Modul 1 · Woche 1
1
Modul 1 · Woche 1 · 60 Minuten

Dein Startpunkt

Ziel der Stunde Alle kennen den Weg und die Gruppenregeln und wissen, was mit ehrlichen Angaben passiert. Jede Person hat ihr eigenes Ziel und eine Starthilfe für die ersten Wochen.

Ablauf

5 MIN Ankommen Wochen-Check ausfüllen, Wert ins Verlaufsblatt. Wer mag, sagt eine Zahl.
10 MIN Einführung Du erklärst das Thema, siehe unten. Fragen zulassen, nicht diskutieren.
20 MIN Blatt 1.1 · Dein Startpunkt Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
20 MIN Blatt 1.2 · Deine Geschichte mit dem Stoff Erst 15 Minuten allein, dann 5 Minuten freiwillig teilen.
5 MIN Abschluss Vorhaben für die Woche. Wer braucht Unterstützung?
Arbeit an den Blättern etwa 45 Minuten, Erklären und Abschluss etwa 15 Minuten.

Das erklärst du in der Einführung

  • Den Weg zeigen: 7 Phasen, 26 Module, jede Woche eins. Gruppenregeln gemeinsam festlegen (Leitfaden 2).
  • Offen sagen, was in eurer Einrichtung gilt, wenn jemand Konsum angibt. Ohne diese Klarheit schreibt niemand ehrlich. Jugendliche verschweigen vor allem, um Strafe zu vermeiden.
  • Die Starthilfe auf Blatt 1.1 gilt ab heute. Bei Jugendlichen kam der erste Rückfall nach einer Behandlung im Mittel nach 54 Tagen, also lange vor Modul 15.
Ziel nicht vorgeben „Weiß ich noch nicht“ und „weniger“ sind erlaubte Antworten. Konfrontation ging in einer Studie mit mehr Trinken ein Jahr später einher (Leitfaden 2).
Schweres kann hochkommen Blatt 1.2 fragt nach Trennung, Mobbing, Umzug. Kein Detail in der Runde verlangen, ein Einzelgespräch anbieten.
Frage für den Abschluss
„Wem sagst du diese Woche Bescheid, wenn der Druck kommt?“
Material
Bleistift, Ordner, Wochen-Check, Ordner, Der Weg, Wochen-Check, Verlaufsblatt
Belege zu jeder Aussage: README der Phase 1 im Ordner arbeitsblaetter/phase-1-verstehen. Haltung, Gruppenregeln, Rückfall und Krise: Leitfaden 2 und 3.
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Blatt 1.1 · Dein Startpunkt
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 1 · Modul 1 · Blatt 1 von 2
1.1

Dein Startpunkt

Wo du stehst, was du willst, was dich in den ersten Wochen trägt
Datum

26 Wochen sind lang. Sie lohnen sich nur, wenn du weißt, wofür. Hier gibt es keine falschen Antworten, und niemand erwartet, dass du schon sicher bist.

A · Warum bist du hier?

Mehrere Kreuze sind möglich.
Ich wollte es selbst. Meine Eltern Das Jugendamt Gericht oder Auflage Eine Klinik oder Ärztin hat es empfohlen anderes:
Was hältst du davon, ganz ehrlich?

B · Was willst du in diesen 26 Wochen?

Dein Ziel, nicht das von anderen.
ganz aufhören weniger nehmen herausfinden, ob ich will weiß ich noch nicht
In einem halben Jahr soll in meinem Leben anders sein:
Aussage0 = GAR NICHT SICHER · 10 = GANZ SICHER
Wie sicher bist du, dass du das schaffst?012345678910

C · Starthilfe

Gilt ab heute bis zur Notfallkarte in Modul 15. Der erste Rückfall kommt oft früher.
Wenn der Druck kommt, sage ich es
Dann mache ich als Erstes:
Ab 8 von 10 bleibe ich nicht allein. Nachts: 0800 111 0 111 · krisenchat.de · Notfall 112
Die eigentliche Frage
Was müsste in diesen 26 Wochen passieren, damit du am Ende sagst: Das hat sich gelohnt?
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Zwei Drittel der Jugendlichen wurden in den sechs Monaten nach einer Behandlung rückfällig, im Mittel nach 54 Tagen (Cornelius u. a. 2003). Bei Alkohol gehörten das Zutrauen und das eigene Behandlungsziel zu den beständigsten Vorhersagern für den Erfolg (Übersicht, 51 Studien). Wer mitentscheidet, bleibt eher dabei (25 Studien).

NICHT BELEGT

Die Fragen und die Starthilfe sind Vorlagen von DrugOff. Ob ein selbst gewähltes Ziel bei Jugendlichen in Wohngruppen mehr bringt als ein vorgegebenes, ist nicht eigens untersucht.

Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Blatt 1.2 · Deine Geschichte mit dem Stoff
DrugOff · Arbeitsblatt Phase 1 · Modul 1 · Blatt 2 von 2
1.2

Deine Geschichte mit dem Stoff

Vom ersten Mal bis heute, und was drumherum los war
Datum

Füll die Stationen aus, so gut du dich erinnerst. Schätzen ist erlaubt. Gibt es eine Station bei dir nicht, lass sie leer.

A · Fünf Stationen

STATIONALTERWAS, MIT WEM?WARUM?
1 · Das erste Mal
Was war es, wo warst du?
2 · Ab da öfter
Wann wurde es regelmäßig?
3 · Zum ersten Mal allein
Ohne die anderen, nur für dich
4 · Um etwas nicht zu fühlen
Stress, Angst, Leere, nicht schlafen können
5 · Heute
Wie oft, wie viel, wofür?

B · Was um dich herum los war

Damals und heute. Zu Schweres musst du nicht ankreuzen. Sprich lieber mit deiner Betreuung, 116 111 oder krisenchat.de.
AussageDAMALSHEUTE
Neue Freunde, mit denen man konsumiert
Deutlich ältere Freunde
Ältere Geschwister, die konsumieren
Schlecht geschlafen
AussageDAMALSHEUTE
Das Gefühl, nie gut genug zu sein
Umzug, neue Schule, neue Leute
Streit oder Trennung der Eltern
Gemobbt, auch im Netz
Die eigentliche Frage
Zwischen welchen zwei Stationen ging es am schnellsten? Was war da los, und ist es heute noch da?
Warum dieses Blatt
UNTERSUCHT

Konsum, um Gefühle loszuwerden, sagt spätere Probleme vorher, unabhängig von der Menge (Bresin und Mekawi 2021, 254 Studien). Wer jung allein trank, hatte mit 35 öfter Alkoholprobleme (Creswell u. a. 2022). Die acht Punkte in B stammen aus Langzeitstudien, meist aus den USA. Jeder Zusammenhang ist messbar, aber oft klein.

NICHT BELEGT

Stationen und Liste sind Zusammenfassungen von DrugOff und kein Test. Ein Risiko ist keine Ursache: Die meisten Kinder getrennter Eltern entwickeln keine Sucht. Was bei dir der Grund war, weißt du besser als jede Studie.

Akut in Gefahr: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (rund um die Uhr, kostenlos) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de (Chat, rund um die Uhr)
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Wenn es gerade ernst ist

Blätter weglegen, anrufen. Entzug von Alkohol, Benzos oder GHB nie allein und plötzlich. Nach einer Pause verträgt der Körper weniger als früher.