Hilfe bei Sucht für Jugendliche in Rheinland-Pfalz
Auf dieser Seite: 2 Kliniken mit Entzug (noch nicht bestätigt), 1 Entwöhnungseinrichtung für Jugendliche im Land und 4 Wohngruppen, einzeln recherchiert. Geprüft zwischen 23.09.2026 und 13.10.2026.
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Pfalzklinikums (Standort Klingenmünster)
⚠ unbestätigt
Größte KJPP-Klinik in der Pfalz mit 60 stationären Plätzen; behandelt "das gesamte Spektrum kinder- und jugendpsychiatrischer Erkrankungen", eine eigenständige, explizit als Entzug/Entgiftung ausgewiesene Suchtstation für unter 18-Jährige ist auf der offiziellen Seite nicht ausgewiesen (die Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen mit den Stationen A1/Cleaneck gehört zur Erwachsenenpsychiatrie)
Zuständig für weite Teile der Pfalz; eigene Jugend-Maßregelvollzug-Abteilung (keine reguläre Suchtbehandlung, nur gerichtlich zugewiesene Straftäter)
Noch offen: Direkte Bestätigung nötig, ob und in welcher Form qualifizierter Entzug für unter 18-Jährige innerhalb der KJP (nicht der Erwachsenenabteilung) angeboten wird — am besten vor der Anfahrt anrufen und nachfragen.
Rheinhessen-Fachklinik Alzey – Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik
⚠ unbestätigt
Bis zu 40 Kinder und Jugendliche auf zwei Kinder- und zwei Jugendstationen mit je 10 Plätzen; die Klinik nennt „Jugendliche mit Suchterkrankungen“ als einen ihrer Behandlungsschwerpunkte. Die stationäre Suchtmedizin mit qualifiziertem Entzug gehört laut Klinikseite zur Erwachsenenabteilung
Geplante Aufnahmen laufen über das Chefarzt-Sekretariat der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Noch offen: Ob die Kinder- und Jugendpsychiatrie selbst einen Entzug macht, nennt die Seite nicht – bei der Anmeldung fragen — am besten vor der Anfahrt anrufen und nachfragen.
Entzug (Entgiftung) ist die Akutphase, in der der Körper das Suchtmittel loswird, mit medizinischer Begleitung. Entwöhnung (Reha) ist die anschließende, meist längere Therapie, um dauerhaft abstinent zu bleiben.
CJD Niedermühle (CJD Jugenddorf Wolfstein)
Stationäre Jugendhilfe (SGB VIII) für junge Menschen von 14 bis 21 Jahren, die durch Alkohol, illegale Drogen, Spiel- oder Onlinesucht stark gefährdet oder abhängig sind; vom Land Rheinland-Pfalz als Einrichtung für suchtgefährdete und -abhängige Jugendliche benannt. Nimmt laut CJD junge Menschen aus ganz Deutschland auf, die Kosten trägt das Jugendamt.
Kontakt
Am Disibodenberg 1, 55571 Odernheim am Glan · Tel. 06755 942013
Eine Wohngruppe ist keine Klinik: Sie gehört zur Jugendhilfe (SGB VIII) und ist ein längerfristiger Wohnort — mal als Vorbereitung auf eine Therapie, mal als Anschluss nach Entzug oder Entwöhnung, mal beides. Aufgenommen wird man in der Regel über das Jugendamt.
CJD Wohngruppen Niedermühle (Soziale und berufliche Eingliederung junger Menschen mit Suchtproblemen)
✓ bestätigt
spezialisiert auf Drogensucht - Einrichtung mit drei intensivpädagogischen Wohngruppen, deren Angebotsname selbst "... junger Menschen mit Suchtproblemen" lautet, Zielgruppe u.a. Alkohol, illegale Drogen, Glücksspiel- oder Onlinesucht
Träger
CJD Rheinland-Pfalz/Mitte
Adresse
Odernheim am Glan (genaue Straße/PLZ nicht sicher gefunden)
Für wen
14 bis 21 Jahre, alle Geschlechter, bundesweite Aufnahme
Im DHS-Suchthilfeverzeichnis gelistete CJD-Einrichtung in Odernheim am Glan, der offizielle Angebotsname selbst benennt bereits "junge Menschen mit Suchtproblemen" als Zielgruppe. WebFetch technisch blockiert, genaue Adresse konnte deshalb nicht direkt von der Trägerseite verifiziert werden - bewusst leer gelassen statt geraten.
Wohngruppe auf einem ehemaligen Gutshof bei Wolfstein, Teil desselben CJD-Suchthilfe-Netzwerks wie Roßbach, explizites Aufnahmekriterium "drogenfrei leben wollen" bestätigt den Drogenbezug der Zielgruppe. WebFetch technisch blockiert.
Drogensucht Teil des Programms/Zielgruppe - Teil der CJD-Jugendhilfeeinrichtung Wolfstein, die laut Trägerangabe bundesweit Jugendliche aufnimmt, die durch Alkoholkonsum, illegale Drogen, Glücksspiel- oder Onlinesucht gefährdet oder abhängig sind
Träger
CJD Rheinland-Pfalz (CJD Wolfstein)
Adresse
Roßbacher Straße 1, 67752 Wolfstein
Für wen
Mädchen und junge Frauen, 14 bis 21 Jahre, 8 Plätze
Reine Mädchengruppe (Wohnhaus im Ortsteil Roßbach) innerhalb des seit 1995 bestehenden CJD-Suchthilfe-Netzwerks Wolfstein, das laut CJD-eigener Beschreibung Jugendliche mit Alkohol-, Drogen-, Glücksspiel- oder Onlinesuchtproblematik aus ganz Deutschland aufnimmt. WebFetch technisch blockiert, Angabe beruht auf Suchmaschinen-Zusammenfassung von cjd.de.
Wohngruppen für gefährdete Jugendliche mit Suchtproblematik (2 Gruppen)
✓ bestätigt
Drogensucht Teil des Programms/Zielgruppe - laut Trägerangabe sucht- bzw. erlebnispädagogisch ausgerichtete Arbeit mit enger Anbindung an Drogenberatungs-, Entgiftungs- und Therapieeinrichtungen, transparenter Umgang mit legalen und illegalen Drogen als Teil des Konzepts
Träger
Jugendwerk St. Josef (Caritasverband), Jugendwerk Landau
Adresse
Queichheimer Hauptstraße 231, 76829 Landau
Für wen
ab 14 Jahren (eine der beiden Gruppen bereits ab der 5. Schulklasse)
Seit 1997 (zweite Gruppe seit 2004) bestehende Wohngruppen des Jugendwerks Landau (Caritas) speziell für gefährdete Jugendliche, deren pädagogisches Konzept laut eigener Trägerseite explizit die Suchtproblematik (inkl. illegaler Drogen) und die Zusammenarbeit mit Drogenberatungsstellen benennt. Eigennamen der beiden konkreten Gruppen wurden in der Recherche nicht gefunden, deshalb Sammelbezeichnung. WebFetch technisch blockiert.
Bei Beratungsstellen und Hotlines ist die Beratung meist anonym möglich — auch ohne Einwilligung deiner Eltern. Du verpflichtest dich zu nichts, nur weil du anrufst.
Bei DigiSucht schreibst du mit echten Suchtberaterinnen und -beratern aus Beratungsstellen: per Nachricht, Chat oder Video, anonym und kostenlos. Auch für Eltern und Angehörige. Nachrichten werden nicht sofort beantwortet. Wenn es akut ist, nimm die Nummern oben.
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie RLP – Suchtkrankenhilfesystem
Offizielle Landesübersicht über Suchthilfeeinrichtungen inkl. Online-Suche
Beratung ist kostenlos. In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Für gesetzlich versicherte Patient:innen unter 18 fällt normalerweise keine Zuzahlung an. Für die anschließende Entwöhnung (Reha) ist oft die Rentenversicherung zuständig – im Zweifel bei der Klinik/Beratungsstelle nachfragen. Mehr in den häufigen Fragen.
DrugOff berät nicht selbst und vermittelt zu echten Anlaufstellen. Jeder Eintrag ist einzeln recherchiert; Angaben können sich ändern, darum vor einem Besuch anrufen. Etwas stimmt nicht? Schreib an drugoff.info@gmail.com, bitte ohne Angaben zu deiner Gesundheit.