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Hilfe bei Sucht für Jugendliche in Nordrhein-Westfalen

Auf dieser Seite: 6 Kliniken mit Entzug (alle bestätigt), 1 Entwöhnungseinrichtung für Jugendliche im Land und 1 Wohngruppe, einzeln recherchiert. Geprüft zwischen 23.09.2026 und 12.10.2026.

Wenn es akut ist: 112 · Telefonseelsorge 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 (rund um die Uhr) · Nummer gegen Kummer 116 111 (Mo–Sa 14–20 Uhr) · krisenchat.de · Sucht & Drogen Hotline 01806 313031 (täglich 8–24 Uhr, 0,20 €/Anruf)

Kliniken mit Entzug

LVR-Klinik Viersen – Kinder- und Jugendpsychiatrie, Station "Lichtblick" (Qualifizierte Entzugsbehandlung)

✓ bestätigt

Qualifizierte Entzugsbehandlung ("Lichtblick"): körperliche Entgiftung, Aufklärung über Folgeschäden, Motivation für drogenfreies Leben, Perspektivklärung; anschließend optional medizinische Rehabilitation ("Szenenwechsel", bis zu 26 Wochen)

Ambulantes Vorgespräch vor Aufnahme; kurzfristige Aufnahmen möglich; Kostenträger Krankenkassen (Entzug) bzw. Rentenversicherung (Reha-Anschluss)

Ort
Viersen (Johannisstraße 70, 41749)
Alter
14–18 Jahre
Telefon
02162 96-5137 (Drogentelefon)
E-Mail
felicitas.schuerzeberg@lvr.de
Geprüft
12.10.2026

LVR-Universitätsklinik Essen – Kinder- und Jugendpsychiatrie, Stationen KJP 2 und KJP 5

✓ bestätigt

Zwei offene Psychotherapiestationen für Jugendliche; behandelt werden unter anderem Abhängigkeitserkrankungen (illegale Drogen und Alkohol). Spezialangebot „Qualifizierte Entzugssyndrom-Behandlung für Jugendliche“: Entzug mit medikamentöser Behandlung der körperlichen Entzugszeichen, bis zu drei Wochen, dazu Suchtgruppe und suchtspezifische Einzeltherapie

Behandlung auf freiwilliger Basis. Das Vorgespräch wird über die Ambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie vereinbart. Eine Langzeit-Reha bietet die Klinik nicht an; die Sozialarbeiterin hilft beim Antrag. Mail für KJP 5: kjp5.essen@lvr.de.

Ort
Essen (Wickenburgstraße 21, 45147)
Alter
13–18 Jahre
Telefon
0201 8707-453 (KJP 2) / 0201 8707-232 (KJP 5)
E-Mail
kjp2.essen@lvr.de
Geprüft
12.10.2026

LWL-Universitätsklinik Hamm – Kinder- und Jugendpsychiatrie, Suchtbehandlung „Drug-Out“

✓ bestätigt

Qualifizierter Entzug für Jugendliche mit substanzbezogenen Suchtstörungen, auch bei begleitender Depression oder Angststörung; bei Bedarf mit Entzugsmedikamenten oder gestuftem Opioidentzug; dazu Motivationsbehandlung

Information und Anmeldung über die Suchtambulanz. Die Klinik vermittelt die Weiterbehandlung, zum Beispiel in Nachsorgeeinrichtungen der Jugendhilfe wie das Auxilium in Hamm.

Ort
Hamm (Heithofer Allee 64, 59071)
Alter
14–18 Jahre
Telefon
02381 893-5014 (Suchtambulanz, Information und Anmeldung)
E-Mail
suchtambulanz-hamm@lwl.org
Geprüft
12.10.2026

LWL-Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Marl (Haardklinik) – Station 7C „Spurwechsel“

✓ bestätigt

Suchtbehandlung für Jugendliche mit Drogenabhängigkeit mit dem Ziel, auf die Suchtstoffe zu verzichten; der Drogenentzug ist der Anfang, weitere Hilfen werden vorgestellt und vermittelt

Aufnahme unabhängig vom Einzugsgebiet. Erster Schritt ist die Sprechstunde für Drogen- und Suchtprobleme in der Institutsambulanz; dort am besten per Mail um Rückruf bitten. Regelmäßige Infoabende für Eltern und Angehörige.

Ort
Marl-Sinsen (Halterner Straße 525, 45770)
Alter
12–17 Jahre
Telefon
02365 802-2402 (Institutsambulanz) / 02365 802-3760 (Station)
E-Mail
ambulanz.marl@lwl.org
Geprüft
12.10.2026

Kliniken Köln – Kinder- und Jugendpsychiatrie Holweide, Station zur qualifizierten Entzugsbehandlung „Das Grüne Haus“

✓ bestätigt

10 Behandlungsplätze; qualifizierter Entzug unter anderem von Cannabis, Ecstasy, Heroin, Amphetaminen, Benzodiazepinen oder Alkohol, die Nikotinentgiftung gehört dazu; Aufenthalt in der Regel etwa sechs Wochen; behandelt auch Mediensucht

Zuerst ein ambulantes Vorgespräch, danach Aufnahme je nach Warteliste. In Einzelfällen nach Absprache auch auf familiengerichtliche Anordnung. Eltern- und Familiengespräche, Unterricht in der Hilde-Domin-Schule.

Ort
Köln-Holweide (Florentine-Eichler-Straße 1, 51067)
Alter
Kinder und Jugendliche (eine genaue Altersgrenze nennt die Seite nicht)
Telefon
0221 8907-2011 oder -2021 (Ambulanz, Vorgespräch)
Geprüft
12.10.2026

Klinikum Oberberg, Zentrum für Seelische Gesundheit Marienheide – Kinder- und Jugendpsychiatrie, Station „Rückenwind“

✓ bestätigt

8 Behandlungsplätze für die qualifizierte Entzugsbehandlung suchtkranker Jugendlicher, mit Behandlung begleitender psychischer Erkrankungen (z. B. Psychosen, Depressionen); Ziel ist auch die Motivation zur Abstinenz und zur Weiterbehandlung

Laut Klinik eines der wenigen Angebote dieser Art für ganz NRW. Erstkontakt telefonisch oder per Mail. Die meisten kommen freiwillig; in begrenztem Umfang ist eine Behandlung mit richterlichem Beschluss möglich. Unterricht in der Anna-Freud-Schule.

Ort
Marienheide (Leppestraße 65–67, 51709)
Alter
Jugendliche, in begründeten Fällen junge Erwachsene bis 21 Jahre
Telefon
02264 24270
E-Mail
zsg-haus6.e@klinikum-oberberg.de
Geprüft
12.10.2026

Entwöhnung (Reha)

Entzug (Entgiftung) ist die Akutphase, in der der Körper das Suchtmittel loswird, mit medizinischer Begleitung. Entwöhnung (Reha) ist die anschließende, meist längere Therapie, um dauerhaft abstinent zu bleiben.

Oberberg Fachklinik Konraderhof

Klinik für Kinder und Jugendliche, im DHS-Suchthilfeverzeichnis als stationäre Entwöhnungsbehandlung gelistet, breites Behandlungsspektrum inkl. Doppeldiagnosen — Wichtig: Privatklinik. Aufgenommen werden Privatversicherte, Beihilfeberechtigte und Selbstzahlende; gesetzlich Versicherte nur im Kostenerstattungsverfahren: Die Rechnung wird zuerst selbst bezahlt, die Krankenkasse erstattet höchstens, was ein öffentliches Krankenhaus gekostet hätte, die Differenz trägt die Familie. Vorher mit Klinik und Krankenkasse klären (Quelle: oberbergkliniken.de/kostenuebernahme, geprüft 23.09.2026).

Kontakt
Zum Konraderhof 5, 50354 Hürth · Tel. 02233 4094014 · konraderhof@oberbergkliniken.de

gesichert (einzeln recherchiert & verifiziert, Telefon am 26.09.2026 erneut bestätigt)

Wohngruppen

Eine Wohngruppe ist keine Klinik: Sie gehört zur Jugendhilfe (SGB VIII) und ist ein längerfristiger Wohnort — mal als Vorbereitung auf eine Therapie, mal als Anschluss nach Entzug oder Entwöhnung, mal beides. Aufgenommen wird man in der Regel über das Jugendamt.

Stationär Dezentrales Wohnen (StaDeWo) / Mobile Betreuung (MOB)

✓ bestätigt

Drogensucht Teil des Programms/Zielgruppe - laut Trägerseite gilt für die Aufnahme: 'Für die Aufnahme gibt es keine Ausschlusskriterien. Auch junge Menschen mit Drogenproblematik können betreut werden.' Kein Suchtschwerpunkt, aber ausdrückliche Aufnahmebereitschaft

Träger
VSE NRW e.V. (mehrere Standorte: u.a. Münster, Bochum, Dortmund, Dorsten)
Für wen
Jugendliche und junge Erwachsene i.d.R. ab 16 Jahren, die in einer Gruppeneinrichtung nicht zurechtkommen bzw. nicht tragbar sind, sowie als intensiv betreute Zwischenstufe vor der Verselbständigung; Einzel-/Zweier-Apartments über das gesamte Stadtgebiet verteilt
Website
vse-nrw.de/jugendhilfe/stationaere-jugendhilfe/stationaer-dezentrales-wohnen
Geprüft
23.09.2026
Einordnung und Quelle

Nachverifiziert am 06.09.2026: Die Aussage zur Drogenproblematik stammt von der VSE-NRW-Seite zum Angebot selbst, nicht aus einer Sammelbeschreibung. Wichtig für die Erwartungshaltung: Das ist ausdrücklich KEINE suchtspezialisierte Wohngruppe, sondern dezentrales Wohnen ab i.d.R. 16 Jahren für junge Menschen, die in einer Gruppe nicht zurechtkommen — Drogenproblematik ist lediglich kein Ausschlussgrund. Weiterhin per Suchmaschine belegt, nicht per direktem Seitenabruf.

Quelle: vse-nrw.de/jugendhilfe/stationaere-jugendhilfe/stationaer-dezentrales-wohnen

Stand der Recherche: 06.09.2026

Beratung, auch anonym

Bei Beratungsstellen und Hotlines ist die Beratung meist anonym möglich — auch ohne Einwilligung deiner Eltern. Du verpflichtest dich zu nichts, nur weil du anrufst.

Beratungsstellen in deiner Nähe findest du im DHS-Suchthilfeverzeichnis. Was du beim ersten Anruf sagen kannst, steht im Anruf-Assistenten.

Bei DigiSucht schreibst du mit echten Suchtberaterinnen und -beratern aus Beratungsstellen: per Nachricht, Chat oder Video, anonym und kostenlos. Auch für Eltern und Angehörige. Nachrichten werden nicht sofort beantwortet. Wenn es akut ist, nimm die Nummern oben.

Koordinationsstellen Sucht der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe

Regionale Koordination der Suchthilfe in NRW (LVR/LWL); für Einzelstellen DHS-Verzeichnis nutzen

Kontakt
www.lvr.de / www.lwl.org

gesichert

arwed e.V.

Arbeitsgemeinschaft der Rheinisch-Westfälischen Elternkreise drogengefährdeter und abhängiger Menschen

Kontakt
www.arwed-nrw.de
Erreichbarkeit
Kostenlos

gesichert

Was kostet das?

Beratung ist kostenlos. In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Für gesetzlich versicherte Patient:innen unter 18 fällt normalerweise keine Zuzahlung an. Für die anschließende Entwöhnung (Reha) ist oft die Rentenversicherung zuständig – im Zweifel bei der Klinik/Beratungsstelle nachfragen. Mehr in den häufigen Fragen.

Weiter

DrugOff berät nicht selbst und vermittelt zu echten Anlaufstellen. Jeder Eintrag ist einzeln recherchiert; Angaben können sich ändern, darum vor einem Besuch anrufen. Etwas stimmt nicht? Schreib an drugoff.info@gmail.com, bitte ohne Angaben zu deiner Gesundheit.